Monatsarchive: Juni 2012

Hochschulpolitik ist Zukunftspolitik

Stellungnahme der Liberalen Hochschulgruppen Berlin-Brandenburg und der Jungen Liberalen Brandenburg zum Gutachten der Hochschulstrukturkommission

 

Potsdam. Die Liberalen Hochschulgruppen Berlin-Brandenburg und die Jungen Liberalen Brandenburg sehen in dem am 08. Juni veröffentlichten Gutachten der Buttler-Kommission einen wichtigen Beitrag in Richtung zukunftsfähige Hochschulen.

 

Für die LHG Berlin-Brandenburg steht an aller erster Stelle die Sicherung von qualitativ hochwertiger Lehre und Forschung: „Die brandenburgischen Hochschulen kämpfen seit Jahren mit chronischer Unterfinanzierung.  Der brandenburgischen Landesregierung scheint die Zukunft des Hochschulstandortes nicht viel wert zu sein. Brandenburg ist Schlusslicht bei  den Ausgaben gemessen am Bruttoinlandsprodukt und vorletzter bei den Grundmitteln je Studierenden im deutschen Vergleich. Diese Zahlen sind beängstigend und fordern ein, finanziell unterlegtes, Bekenntnis zum Hochschulstandort Brandenburg „, so der Landesvorsitzende der LHG Sven Hilgers.

 

Die JuLis Brandenburg sehen ebenfalls Handlungsbedarf in der Art der Hochschulfinanzierung: „Die Jungen Liberalen haben bereits 2010 neue Finanzierungsalternativen im Hochschulsektor gefordert. Mit Blick auf die Haushaltslage und sinkenden Mittelzuweisungen von Bund und EU, wird die Landesregierung kaum ihre bisher falsche Prioritätensetzung überdenken und den Hochschulen dringend benötigtes Geld zur Verfügung stellen. Die JuLis sprachen sich deshalb schon vor über einem Jahr für die Einführung von nachgelagerten Studiengebühren aus. Diese würden den von der Kommission jährlichen Mittelbedarf zur Erreichung der bundesdeutschen Durchschnitt von 23,2 Millionen Euro sogar deutlich übertreffen.“, erklärt die Landesvorsitzende der Jungen Liberalen Diana Flemmig.

 

Die vor den Hochschulen liegende Debatte zu angestrebten Reformen sieht der Landesvorsitzende der LHG mit gemischten Gefühlen: „Ich kann nur hoffen, dass in einer so wichtigen Debatte vor allem die Hochschulautonomie gewahrt wird. Hochschulen müssen selbst gestalten können und nicht nur den Mangel der Landesregierung verwalten. Wir erleben gerade in der Lausitz wie schnell eine vom Ministerium übergestülpte Reform zu einem kommunikativen Desaster werden kann und die Betroffenen ihre Bedenken kaum ernsthaft einbringen können. Sollten sich diese Entwicklungen wiederholen, wäre das ein Debakel für die Hochschulen und würde ihre Leistungsfähigkeit schmälern statt vergrößern.“, befürchtet Hilgers.

 

Die JuLis fordern daher auch mehr Bewusstsein für die Hochschulen von Bevölkerung und Wirtschaft: „Die Hochschulen stehen wie keine andere Institution für die zukünftige Entwicklung in Brandenburg. Wir brauchen dringend eine stärkere regionale Verankerung der Hochschulen und mehr Kooperationen mit der Wirtschaft und Schulen. Nur wenn das Zusammenspiel von Wirtschaft und Bevölkerung auf der einen Seite und den Hochschulen auf der anderen funktioniert, kann Brandenburg sein vollständiges Wachstumspotenzial entfalten.“, ist sich Flemmig sicher.

 

Download der Pressemitteilung als PDF:

2012_06_15 PM Hochschulstrukturkommission Brandemburg

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